Warum feiern wir eigentlich Weihnachten?

An Weihnachten in Deutschland kommt niemand vorbei. Die Läden sind voll. Gummitannenbäume an jeder Ecke behängt mit roten Kugeln. Die Weihnachtsmannfigur blinkt, er winkt dir zu. Künstlicher Schnee bedeckt die Schaufenster der Stadt.  November und Dezember sind die Umsatz stärksten Monate im Einzelhandel, da ist es nicht verwunderlich das die Händler alles dafür tun ihre Aufmerksamkeit zu bekommen. Aber warum das alles? Warum feiern wir Weihnachten und wie feiern wir Weihnachten?

Die Weihnachtsgeschichte

Ein Engel erschien einer Frau aus Nazareth und hatte ihr verkündet, dass er von Gott geschickt worden sei um ihr zu sagen, dass sie bald ein Kind gebären würde. Dieses Kind solle Jesus heißen und die Menschen würden ihn den „Sohn Gottes“ nennen.  Maria verstand den Engel nicht, da sie noch gar nicht verheiratet war und somit wäre niemand als Vater in Frage gekommen. Der Engel erklärte ihr, dass Gott selbst der Vater von Jesus sei.

Josef, Marias Verlobte, beschloss sich von Maria zu trennen, da er ihre Geschichte nicht glaubte und er dachte sie hätte ihn hintergangen, aber auch ihm ist ein Engel erschienen. Der Engel sagte Josef im Traum er solle sich nicht fürchten Maria zu Frau zu nehmen.

Der römische Kaiser befahl allen Bewohnern in ihre Heimat zurück zu kehren, da er eine Volkszählung durchführen wollte. Aus diesem Grund machten sich die hochschwangere Maria und Josef zurück in Josefs Heimat. Als es Abend wurde suchten die beiden ein Bett zum Übernachten, doch egal wo sie anklopften wurden sie abgewiesen.  Die beiden hatten keine bessere Möglichkeit gefunden und mussten Unterschlupf in einem Stall suchen. In dieser Nacht bekam Maria Jesus, diese Nacht nennen wir deshalb „Heilige Nacht“.

Der Engel erschien den Hirten in der Nähe, die ihre Schafherde bewachten. Der Engel erzählte ihnen von Jesus, dem Sohn Gottes. Die Hirten machten sich sofort auf dem Weg zu dem Stall, denn das wollten sie mit ihren eigenen Augen sehen.

Weihnachten in anderen Ländern

Großbritannien
Father Christmas bringt die Geschenke in Großbritannien am 24. Dezember. Ausgepackt werden diese aber erst am Morgen des 25. Dezember.  Nach dem auspacken der Geschenke findet traditionell ein essen mit der Familie statt. "Boxing Day" wird der 26. Dezember genannt, an diesem Tag bekommen Müllmänner, Briefträger oder der Milchmann Trinkgeld für ihre Tätigkeiten während der Weihnachtszeit.

Frankreich
Père Noël kommt durch den Schornstein und bringt in der Nacht vom 24. Dezember auf en 25. Dezember die Geschenke. Die Geschenke legt er in die bereitgestellten Schuhe. Père Noël trägt langes, rotes Gewand und eine Zipfelmütze. Die Geschenke befinden sich nicht in einem Sack, sondern er trägt einen Korb mit sich, in dem die Geschenke lagern.

Griechenland
In Griechenland ziehen die Kinder am 24. Dezember mit Instrumenten und singend durch die Straßen. Mit diesem Gesang möchten sie Segen für die Häuser erwirken und dafür werden sie von den Bewohnern belohnt. Ein Weihnachtsfeuer lodert 12 Nächte lang nach Einbruch der Dunkelheit.  Dieses Feuer soll kleine Kobolde vertreiben, die zur Adventszeit ihr Unwesen treiben.

Italien
Weihnachten gilt in Italien als großes Familienfest. In einigen Teilen Italiens werden die Kinder am 6. Januar beschenkt und in manchen Teilen kommt das Christkind am 24. Dezember.

Spanien
In Spanien bringen die Geschenke traditionell die Heiligen Drei Könige, am 6 Januar.  Die unartigen Kinder bekommen keine Geschenke, sondern essbare Kohlstücke. Die Ankunft der Heiligen Drei Könige wird in vielen Spanischen Städten am 5. Dezember in Form eines Umzuges gefeiert. Weihnachtsbäume sind in Spanien eher die Ausnahmen, in den meisten Haushalten befinden sich Krippen.

Polen
Die Weihnachtsoblaten sind in Polen ein fester Bestandteil der Weihnachtstradition. An Heilig Abend gibt es große eckigen Backoblaten, die meistens mit einem aufgeprägten Bild verziert sind. Über den Tag über wird in Polen an Heilig Abend gefastet und abends kommt die Familie zum Weihnachtsessen zusammen.  Wenn der erste Stern am Himmel zu sehen ist, beginnt das Weihnachtsessen. An Erinnerung an die 12 Apostel besteht das Festmahl in Polen aus 12 Gerichten. Außerdem wird in Polen ein Gedeck mehr aufgelegt, falls ein Gast unerwartet kommt.  Bevor die Familie anfängt zusammen zu speisen werden die Weihnachtsoblaten geteilt und sie wünschen sich „Frohe Weihnachten“. Das Teilen der Oblaten symbolisiert das die Familie auch ihr Leben miteinander teilen möchten.  Das Teilen der Weihnachtsoblaten wir als Geste der Liebe und Versöhnung verstanden.

USA
Die Bescherung findet in den USA traditionell am 25. Dezember statt.  In der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember kommt Santa Claus in seinem Schlitten und in Begleitung seiner Rentiere. Santa Claus gelangt durch das Karmin in das Haus, um die am Karmin, von der Familie aufgehängten Strümpfen, mit seinen Gaben zu füllen. Eine Tasse warme Milch wird für Santa Claus zum Aufwärmen bereitgestellt und für seine Rentiere einige Zuckerstücke.

Indien
Weihnachten ist in Indien ein offizieller Feiertag. Weihnachten wird auf Hindi auch als der "der große Tag" bezeichnet wird.  Geschenke bekommen die Kinder aber auch Angestellte. Eine Zitrone, überreicht von der Familie mit den besten Wünschen für Glück und Erfolg, gilt in Indien als Zeichen der Verehrung für das Familienoberhaupt.

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